• Hansgeorg Richter

    Ersatzbauten Altstadt

Verfallene Wohnhäuser, Kirchen, Straßenzüge - wie in vielen ostdeutschen Städten befand sich auch die Altstadt von Cottbus bis in die 1980er Jahre hinein im maroden Zustand der Nachkriegsjahre. Die Gebäude waren zwar größtenteils vorhanden, verfielen aber zusehends. 

Hansgeorg Richter

Unser Plattenkopf-Protagonist Hansgeorg Richter bekam den Auftrag, altstadttaugliche Ersatzneubauten zu kreieren. Aus größtenteils bereits vorhandenen, vorgefertigten Elementen entwarf der Architekt Wohnbauten für den Altstadtgrundriss. Entstanden ist das Cottbuser Bausystem INB 80: Wohngebäude mit schrägen Dächern, vertikal gegliederten Fenstern und öffentlicher Erdgeschosszone. 

Beliebte Altstadtplatte

Im Portraitfilm führt uns Hansgeorg Richter durch „seinen“ Stadtteil, das Wendische Viertel, und berichtet, wie Gestaltung trotz enger Rahmenbindungen gelang. Die Cottbuser Altstadtwohnungen sind bis heute beliebt – Leerstand gibt es keinen. Der Architekt lebt selbst in einem seiner Bauten. 

Schräge Sache

Selbst das Mansarddach musste aus Beton hergestellt werden, denn Holz und Ziegel waren rar. Die Dächer sollten schräg sein, um sich harmonisch in die bestehende Dachlandschaft einzupassen. So entwickelten Hansgeorg Richter und sein Team eine einfache wie geniale Lösung: Sie nutzten die maßlich kompatiblen Platten des Systems 'Leichte Platte Cottbus' (LPC) und passten die Konstruktion etwas an: "Schon war das Problem erledigt."

 

Film
Redaktion (inkl. Artikel): Anja Thompson / solartexte
Bild: Wolfgang Gaube
Regie: Uta Kolano & Wolfgang Gaube

Eine Produktion von DOKWORKERS im Auftrag der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH

Fotos
Dem Film entnommen.