• Manfred Zumpe

    Mit Ecken und Kanten

Auch Manfred Zumpe trat den Beweis dafür an, wie trotz Plattenbauweise doch originell und einzigartig gebaut werden konnte. Und sparsam. In unserem Film-Interview berichtet der Architekt von seinen Gebäuden mit Ecken und Kanten sowie seine lange Laufbahn, in denen er große und renommierte städtebauliche Projekte mit realisierte.

Manfred Zumpe

In 85 Lebensjahren hat Prof. Manfred Zumpe tiefgreifende Veränderungen erlebt: vom privaten Baubetrieb des Vaters über sozialistisches Bauen im Kombinat bis hin zur Reprivatisierung von Bauen und Entwerfen. Seinem Enthusiasmus als Architekt hat das nicht geschadet und so kann er auf zahlreiche renommierte Bauprojekte verweisen, auch aus DDR-Zeiten.

„Wir werden das bauen!“

Manfred Zumpe zeigte mit seinen Entwürfen, wie auch in Plattenbauweise einzigartig und trotzdem sparsam gebaut werden konnte. Seine Zwölfeckhäuser wurden aus Fertigteilen im Großtafelschalverfahren sowie vor Ort angefertigten Wandelementen gebaut. Dabei wurden rund 40 Prozent des für ein vergleichbares WBS-70-Gebäude benötigten Bewehrungsstahls eingespart.

Den Zwölfeckhäusern ging das Wintergartenhochhaus in Leipzig voraus. Danach folgten die Hochhäuser im Berliner Ernst-Thälmann-Park. Hervorstechendes Merkmal bei allen: die dreieckigen, für Nachbarn uneinsehbaren Balkone.

Tipp

Mehr Ansichten und eine Übersicht zur Geschichte des Berliner Ernst-Thälmann-Parks gibt es in unserer Platten-Historie.

 

Film
Bild: Wolfgang Gaube
Regie: Uta Kolano & Wolfgang Gaube
Eine Produktion von DOKWORKERS im Auftrag der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH

Fotos
Aus dem Film (C) WBM