• Martin Maleschka

    Dokumentation Platte & Kunst am Bau

Gleich drei Orte seiner Kindheit sind dem Bagger zum Opfer gefallen. 2005 schließlich griff der gebürtige Eisenhüttenstädter zur Kamera und begann das festzuhalten, was im Verschwinden begriffen ist – Wohnbauten, Gesellschaftsbauten und Kunstwerke der DDR.

Martin Maleschka

„Es sind die einfachen Dinge, die für mich Architektur formal schön machen“

Martin Maleschka schaut dorthin, woran andere vorbei gucken. Minimalismus ist seine Devise. In diesem Plattenköpfe-Portraitfilm begleiten wir den jungen Architekten, wie er mit seinem schlichten, weißen Fahrrad, ausgerüstet mit einer kompakten Digitalkamera, durch ostdeutsche Städte tourt. Seine Bilder stellt der Absolvent der BTU in Cottbus ins Internet. Über eintausend Fotos sind auf seiner Flickr-Seite zu sehen. Das Thema: industrielle Bauten der DDR. Struktur und Gliederung der Plattenbaufassaden haben es ihm angetan. 

Oberfläche, Struktur, Skulptur

Oft nimmt er die Gebäude frontal auf, das unterstützt die parallele Linienführung. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Sammlung bildet die Kunst am Bau. Ein wahrer Fundus an Oberflächen und Gestaltungsvariationen in Form von Mosaiken, Reliefs und  Skulpturen tut sich hier auf. 

Was quasi als Hobby neben dem Architekturstudium begann, hat mittlerweile professionelle Dimensionen angenommen. Martin Maleschka ist gefragt - seine Fotografien waren schon in Ausstellungen in Erfurt, Weimar und London zu sehen. Sich selbst betrachtet er als Dokumentarist einer Welt, die verschwindet – sowohl unter Baggerschaufeln, als auch unter Styropordämmschichten. 

Tipp

Martin Maleschkas Bilder sind auch in Online-Archiven zu bestaunen.

 

Film
Redaktion: Kerstin Klewitz & (inkl. Artikel) Anja Thompson/solartexte
Bild: Wolfgang Gaube
Regie: Uta Kolano & Wolfgang Gaube

Eine Produktion von DOKWORKERS im Auftrag der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH

Fotos
Portraitbild oben entstammt dem Film.
Alle anderen Bilder (C) Martin Maleschka