• QP 59/61/64

    QP 59/61/64

    Berliner Querplatte

Die Abkürzung QP ergibt sich aus den Wörtern Quertafelbauweise und Plattenbau. Die tragenden Querwände, auch Schotten genannt, geben eine Raumbreite von 3,60 Meter vor.

Achsen und Balkonien

Die Küche, durch ein Fenster natürlich belichtet, und das Bad teilen sich eine Achse und fallen deshalb schmal aus. Das Treppenhaus liegt auf der Rückseite und bekommt ebenfalls Tageslicht.

Für die Fassadengestaltung wechseln die Planer vorspringende Balkone mit bodentiefen französischen Fenstern ab. Deshalb kommen nicht alle Bewohner in den Genuss eines Balkons.

Wohnungsarten und Größen

  • Einraumwohnung 29,48 m²
  • Zweiraumwohnung 8,11 m² - 56,39 m²
  • Dreiraumwohnung 74,85 m² - 79,34 m²

5-8-10

Die Zahl in der Typenbezeichnung steht für das Jahr, in dem eine bestimmte Ausführung gebaut wurde. QP 59 hatte fünf Stockwerke, die weitaus zahlreicheren Serien QP 61 und QP 64 acht Etagen. Bei QP 64 kamen später noch die Etagen neun und zehn hinzu.

Bequem hinauf

Apropos Aufzug: Über einen solchen konnten sich die Bewohner der QP-Typen freuen, während bei Q3A noch Sport im Treppenhaus an der Tagesordnung stand.

Die Reihe QP wurde noch erweitert - dieser weist völlig andere Grundrisse auf und wurde unter der Bezeichnung QP71 / WBS-QP71-R geführt.


Hinweis für Plattengucker:


Am besten ist die QP-Serie an ihren farbigen Keramik-Platten an der Außenwand erkennbar. In der Karl-Marx-Allee zwischen Strausberger Platz und Alexanderplatz sind beispielhaft sanierte Exemplare zu sehen. Diese Bauten stehen unter Denkmalschutz. Teilsanierte Häuser - mit original erhaltenen Fassadenplatten (Stand März 2013) - finden sich z.B. noch in der Schillingstraße 27-29, Berlin-Mitte, und am Rosenfelder Ring in Berlin-Friedrichsfelde.

 

Quellen

  • Entwerfen im System, Cottbus/Erkner 2009
  • IEMB
5-8-10

Alexanderstraße, Berlin