• Sonnenerker für Studis

    Sonnenerker für Studis

    Sanierung Studentenwohnheim

Eine glatte, schwarze Fassade, darin unregelmäßig angeordnet Fensterbänder und knallrote Sonnenerker – aus dem Plattenbau-Hochhaus in der Hochschulstraße in Dresden ist ein Unikat geworden.


Tragstruktur bleibt

Als eines von drei 17-geschossigen Internatshochhäusern wurde dieser Komplex in den 1980er Jahren errichtet. Die Gliederung des Bautyps WHH 17 in größtenteils Einzimmerapartments passt auch für die heutige Nutzung als Studentenwohnheim. So konnten die Planer von Dresdner Architekturbüro Junk und Reich die vorhandene Tragstruktur des Gebäudes erhalten. Die geschosshohen Fassadenelemente aus Leichtbeton erhielten eine gedämmte, hinterlüftete Metallvorhangfassade.

Einbaumöbel statt Wände

Zunächst wurden im Gebäudeinneren alle nichttragenden Elemente, wie Trennwände und Versorgungsschächte entfernen, um dann die einzelnen Wohneinheiten durch Einbaumöbel räumlich neu zu zonieren. Acht Studentenzimmer auf der Südseite erhielten als Besonderheit einen Studier-Erker. Die neuen Aluminiumfenster wurden in Verbindung mit farblich gestalteten, zurückgesetzten Wärmedämmpaneelen zu Fensterbändern zusammengefasst.

Innerhalb der neuen Trockenbauwände mit integrierten Schrankmöbeln konnten die notwendigen Versorgungsleitungen ohne aufwendiges Schlitzen der Betonwände und Betondecken verlegt werden. Im Erdgeschoss sind zur gemeinschaftlichen studentischen Nutzung ein Waschsalon mit einem Trockenraum sowie Fitnessräume untergebracht.

Ehrgeiziger Zeitplan

Nachdem im Februar 2007 die Studenten aus dem Gebäude ausgezogen waren, sollte bereits zum Beginn des Wintersemesters, im Oktober 2007, der Einzug der neuen Studenten als verbindlicher Fertigstellungstermin für das Wohnheim gelten. Anstelle der üblichen Fassadengerüste haben die Planer deshalb mastgeführte Kletterbühnen und einem kombinierten Personen-Lastaufzug eingesetzt. Damit konnten sie trotz der kurze Bauzeit einen reibungslosen Bauablauf gewährleisten.

Insgesamt verfügt das Wohnheim nach der Sanierung über 150 Einzelappartements, davon ein behindertengerechtes Appartement, 32 Zweierappartements und 33 Dreierappartements.

 

Die Bildrechte auf alle Fotos und Graphiken liegen bei Junk und Reich Architekten.

 

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