• Rettet das Minsk

09.04.2018

Der Brauhausberg zu Potsdam wird in vielen Quellen und Reisebeschreibungen als eine der wichtigsten Landmarken im Stadtraum beschrieben - mit vielfältigen Blickbeziehungen zur unmittelbar angrenzenden Innenstadt. Seine stadtseitige Ansicht wurde im Zuge der Neugestaltung nach dem Krieg von zwei prägnanten Sonderbauten der Nachkriegsmoderne – Schwimmhalle (1971) und Terrassenrestaurant Minsk (1977) – bildhaft neu geprägt.

 

Die Abrissarbeiten am Schwimmbad haben bereits begonnen. Nun ist das "Minsk" in Gefahr. Obwohl viele Potsdamer gute Erinnerungen mit dem Ausflugsort verbinden und das Gebäude gerne wiederhergestellt sähen, steht der Verkauf an einen Investor bevor, der das gesamte Ensemble einstampfen möchte.

In einem offenen Brief mit dem Titel "Eine Perspektive für das Minsk", gerichtet an die Stadtverordneten der Stadt Potsdam und die Stadtverwaltung, äußern sich nun 35 Experten aus Architektur und Denkmalpflege und plädieren für eine Lösung unter Erhalt des "Minsk".

Das "Minsk" sei ein Unikat, und zwar ein innen wie außen hervorragend gestaltetes, schreiben die Verfasser des Netzwerks Ostmodern, aus deren Sicht das "Minsk" unter den Bauten der Potsdamer Nachkriegsmoderne zur obersten Riege der wenigen Leitbauten gehört.


Den gesamten Brief lesen sie hier.
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Abbildung: Terrassenrestaurant Minsk, Potsdam. Foto: Martin Maleschka; Grafik: Katja Chudoba, Studio114.de, Potsdam