• Decommunized: Ukrainian Soviet Mosaics

    Decommunized: Ukrainian Soviet Mosaics

Datum: 14.01.2019

In einem Absatz

Drei Jahre lang fuhr der Fotograf Yevgen Nikiforov durch sein Heimatland, die Ukraine, um eine Hinterlassenschaft der Sowjetunion abzulichten – Mosaiken, die in der Zeit zwischen 1950 und den späten 1980er Jahren entstanden sind. Aus eintausend Mosaiken, die er in 109 Städten entdeckte, hat der Fotograf 200 Bilder ausgewählt und stellt sie in diesem Band vor.

Für wen

Für Interessierte an Kunst und Architektur der ehemaligen Sowjetunion.

Bewertung

Lesenswertes Zeitdokument. Künstlerisch und handwerklich sind viele der abgebildeten Mosaike beeindruckend gut umgesetzt. Doch die Frage bleibt: wer möchte heute noch mit Sowjet-Propaganda leben? Auch bei Werken, die nicht direkt politischer Natur sind, kann der sozialistische Ton kaum ignoriert werden. Der Fotograf Yevgen Nikiforov hat das richtige getan: er hat dokumentiert, was Teil der ukrainischen Geschichte ist. Vielleicht sind viele dieser Werke tatsächlich besser im Buch und Museum aufgehoben, als allgegenwärtig im Stadtbild. Das 2015 in der Ukraine eingeführte „Entkommunisierungsgesetz“ macht dieses Projekt besonders aktuell, denn es verbietet die Verwendung kommunistischer (und nationalsozialistischer) Propaganda mit deren Symbolen im öffentlichen Raum.

 

Decommunized: Ukrainian Soviet Mosaics

  • Yevgen Nikiforov (Fotografien), Olga Balashova, Lisaveta German
  • DOM Publisher, Berlin 2017
  • 23,5 x 27,5 cm, Hardcover
  • 250 Seiten, 200 Abbildungen
  • Sprache: Englisch
  • ISBN 978-3-86922-583-8
  • 78,00 €

Bild links oben: aus dem Buch, S.122: Ernest Kotkov, 1977-1979. National University of Physicals Education and Sport of Ukraine, Kyiv. Painting on Relief; Bild rechts oben: Buchcover