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Leben in der DDR in Fotografien und Texten

Datum: 22.05.2018

In einem Absatz

Persönliche Erinnerungen an das Leben in der DDR der 1980er Jahre in 58 Texten von 41 Autoren, inspiriert durch die Fotografien von Jürgen Hohmuth – viel Berlin und Jena, etwas Halle und Dessau und einige andere Orte. Dabei scheint Rammstein-Keyboarder Christoph "Flake" Lorenz mit ganzen neun Textbeiträgen durch das Buch zu führen. Viele der kurzen Texte sind offen und ehrlich, einfach und gut beobachtet. Ohne Nostalgie-Gedönse versteht man die kleinen Dinge im Alltag der DDR, auch das, was unwiederbringlich verloren ist. Die Zeit verlief anders, langsamer, und der Mangel machte zuweilen kreativ. Wer erinnert sich nicht an die Papierrollen an den Wohnungstüren im Prenzlauer Berg, steinzeitlich anmutende Kommunikationsmethode bis in die 1990er Jahre hinein, bevor das Festnetztelefon auch in Ostberlin flächendeckend Einzug hielt? Es lehrte uns die Tugend der Geduld. Wie kann die Generation "Smartphone" das jemals erfahren? Hohmuths Fotografien in Kombination mit den kurzen, poetischen Texten lassen dieses Leben wieder vor dem inneren Auge lebendig werden – oder kreieren es für diejenigen, die es nicht selbst erlebt haben.

 

Für wen

Für Menschen aus Ost und West, Berlin und Jena, Rammsteinfans und Liebhaber von Alltagfotografie in schwarz-weiß.

 

 

Bewertung

Ein Buch zum Träumen, ohne nostalgisch zu sein. Ein unsentimentales Bilder- und Erinnerungsbuch über ein Land, das es nicht mehr gibt. Schön!

 

 

Graustufen
Leben in der DDR in Fotografien und Texten

  • Jürgen Hohmuth
  • Edition Braus Berlin, 2017
  • 21 x 24 cm, Festeinband
  • 144 Seiten, etwa 70 s/w-Fotografien
  • ISBN 978-3-86228-168-8
  • 29,95 €

Bild links oben: Jena-Neulobeda, 1988, fotografiert von Jürgen Hohmuth; Bild rechts oben: Buchcover