• Erinnerungsspeicher

    Erinnerungsspeicher

bis 05. August 2018, Ausstellung in Leipzig

Datum: 30.07.2018

„Requiem for a Failed State” ist eine Ausstellung in Halle 14, dem Zentrum für zeitgenössische Kunst in Leipzig. Sie präsentiert die Perspektiven jünger Künstlerinnen und Künstlern auf das Ende der DDR – einem vergangenen Land, das viele im Osten Deutschland geborene nur noch aus der Erinnerung kennen. 


Mit dabei: Christoph Liepach, der im Plattenbauviertel Gera-Lusan aufgewachsen ist. Ausgangspunkt seiner Arbeit „Vero“ ist ein handgefertigtes Puppenhaus mit typischer Plattenbauarchitektur, das er im Internet fand. In der Ausstellung zeigt er das Objekt zusammen mit zwei Detailaufnahmen, die er auf fast 1,80 m Höhe vergrößert hat. Auf den ersten Blick erscheinen sie als Motive aus realer Architektur – erst bei genauerem Hinschauen entdeckt der Betrachter die Täuschung. Eine andere Fotoserie zeigt die Miniaturräume in kleinen Formaten, von Liepach nachträglich mit Puppenmöbeln eingerichtet. 


Fiktive Räume – die jedoch echte Gefühle bewirken: „Das Puppenhaus löste sofort Erinnerungen an die Wohnungen meiner Großeltern und meiner Eltern aus. Die Häuser, in denen sie waren, gibt es in ihrer ursprünglichen Art nicht mehr“, erzählt Liepach. So stellt die Arbeit die Frage nach der Authentizität des Erinnerns. Wie funktioniert das Speichern von Erinnerungen? Was ist real, was ist konstruiert? Und woran hält sich das Gedächtnis fest, wenn die Dinge der Vergangenheit nicht mehr existieren? 


„Requiem for a Failed State“

bis 5. August 2018 

HALLE 14 

Zentrum für zeitgenössische Kunst 

Leipziger Baumwollspinnerei 

Spinnereistr. 7

04179 Leipzig


www.halle14.org/

Öffnungszeiten:

Di-So, 11-18 Uhr