• CUCULA

    CUCULA

    Design: Enzo Mari

© Verena Brüning

Möbel nach Bedarf selber fertigen – das war die Idee des italienischen Designers Enzo Mari. 1974 veröffentlichte er in seinem Buch "Autoprogettazione?" Entwürfe zum Nachbauen und schuf damit Meilensteine der Designgeschichte. Eigenproduktion statt Massenkonsum: "I want to create models for a different society", so sein Credo.

40 Jahre später hat sich der Berliner Verein CUCULA den Entwürfen Maris angenommen. Das Wort "cucula" kommt aus der Hausa-Sprache, die in Zentralafrika gesprochen wird. Es bedeutet so viel wie "etwas verbinden, gemeinsam etwas schaffen." Der Name ist Programm: In der Werkstatt der Kreuzberger Initiative bauen Flüchtlinge die Enzo Maris Entwürfe nach und entwickeln sie weiter. Die jungen Männer erschaffen hochwertige und langlebige Möbel, mit einfachem Werkzeug und über alle Sprachbarrieren hinweg. Bei dem "Botschafter-Stuhl" integrieren sie ein Stück ihrer eigenen Biographie in den Entwurf: Teil der Konstruktion sind Holzelemente von den Flüchtlingsschiffen, die die Männer nach Europa brachten.

Designermöbel, die die Geschichten der Refugees in sich tragen – die Idee beindruckt: Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein präsentiert den "Botschafter-Stuhl" in seiner ständigen Sammlung, neben Klassikern von Charles und Ray Eames oder Verner Panton. Auch die Europäische Kommission wurde auf das Projekt aufmerksam. Beim "Wettbewerb zur sozialen Innovation in Europa" bedachte sie CUCULA 2016 mit einem der drei Hauptpreise.

Botschafter-Stuhl

Details

  • Größe: 85 x 50 x 52 cm
  • Material: Kiefernholz gewachst, Schiffsholz
  • Preis: 500 Euro zzgl. Versandkosten
  • Lieferzeit: 1-6 Wochen
  • Design: Enzo Mari
  • Herstellung: CUCULA

Mehr Informationen: https://www.cucula.org/

  • © Verena Brüning
    © Verena Brüning
  • © Sally Lazic
    © Sally Lazic