DDR Museum

Leben im Plattenbau

Wie lebte es sich in der DDR? Dieser Frage widmet sich das DDR Museum in Berlin-Mitte. Neuestes Exponat: Eine authentisch rekonstruierte Plattenbauwohnung vom Typ WBS 70. Das Wohnbausystem 70 war der am weitesten verbreitete Plattenbautyp der DDR, 645.000 Einheiten wurden zwischen 1972 und 1990 errichtet. Für die Bewohner bedeutete der Einzug ein Leben in Komfort – statt Außentoilette und Ofenheizung in unsanierten Altbauten eine Wohnung mit eigenem Bad und Zentralheizung.

Im Museum geben Kinderzimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche und Badezimmer einen Einblick in das private Leben und die Wohnkultur im Arbeiter- und Bauernstaat. Zum Interieur gehören nicht nur Mustertapete, Carat-Schrankwand, Pittiplatsch-Handpuppe und Hühner-Eierbecher. Auch begehrte Objekte aus dem Westen wie das Modern-Talking-Poster und die Levi’s 501 sind Teil der Ausstellung und sollen zu einem authentischen Eindruck vom privaten Leben in der DDR beitragen.

Die Besucher dürfen Schranktüren öffnen und in Schubladen stöbern. Zudem wurden für den neuen Ausstellungsteil interaktive Installationen entwickelt: ein digitaler Kleiderschrank ermöglicht, DDR-Kleidung virtuell anzuprobieren, der Blick aus dem Fenster zeigt eine animierte, computergenerierte Plattenbausiedlung.

DDR Museum
Karl-Liebknecht-Str. 1
10178 Berlin

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, Sonntag 10 bis 20 Uhr, Samstag bis 22 Uhr

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Bild oben: © DDR Museum