• Eckart Schmidt

    Individuelle Platten-Architektur

 

Individuelle Platten-Architektur

Für das „Spitteleck“ erhielt Eckart Schmidt 1986 den Architekturpreis der Hauptstadt Berlin. Heute findet man das Spitteleck in diversen Architekturführern unter dem Begriff „Brutalismus“ (frz. „beton brut“ = roher Beton). In unserem Filminterview erzählt er die Geschichte des auffälligen Bauwerks.

Eckart Schmidt

Eckart Schmidts (geboren 1936) bekanntester Entwurf ist der des Spittelecks – eines konkaven Wohnhauses zwischen Wall-, Seydel- und Leipziger Straße in Berlin.

Die an die alten Stadtstrukturen angepasste Form machte es unmöglich, mit Plattenbauelementen zu arbeiten. So wurde der Komplex in Tunnelschalbauweise errichtet, d. h. die Wände und Decken wurden vor Ort geschüttet. Es entstanden 295 Wohnungen, zwei Läden, ein Kindergarten und ein Restaurant.

(Fast) alles neu am Spittelmarkt

„Ich bin froh darüber, dass das jetzt saniert wird.“

Zur Zeit, als der Film mit Eckart Schmidt entstand, wurde das Gebäude im Auftrag der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH aufwändig saniert.

Auch wenn er persönlich nicht in die Sanierung eingebunden war, ist Eckart Schmidt sehr zufrieden mit der Sanierung. Er schätzt u. a. die bessere Erschließung der Häuser und die geschaffene Barrierefreiheit.

O-Ton: „Also das ist gut gelungen, überhaupt die ganze Loggienfassade ist zum Glück wieder so hergestellt worden, wie wir das damals auch geplant haben. Mit Ausnahme dieser Glasscheiben (jetzt Opalglas - Anmerk. d. Red.), die ja eine Verbesserung darstellen.“

Tipp

Wer wissen möchte, wie das Haus von innen ausschaut... Wir waren zu Besuch in der ehemaligen Wohnung des Architekten im Spitteleck und durften Fotos schießen.

 

Film
Bild: Wolfgang Gaube
Regie: Uta Kolano & Wolfgang Gaube
Eine Produktion von DOKWORKERS im Auftrag der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH

Fotos
Aus dem Film (C) WBM