• Hubert Scholz

    Plattenbau auf Sansibar

 

Plattenbau auf Sansibar

Das klingt zunächst unglaublich, hat aber einen ganz speziellen Hintergrund. Im Interview erzählt Hubert Scholz wie er als junger Architekt auf die Insel im Osten Afrikas kam - und am Ende Wohnungen für gut 20.000 Menschen entstanden. 

Hubert Scholz

Hubert Scholz, Jahrgang 1932, hatte das Glück, als junger Architekt und Stadtplaner ins Ausland zu gehen – nach Sansibar. Dahinter steckte ein politischer Deal: Sansibar erkennt die DDR offiziell an und die DDR baut dafür Wohnungen. Zwei Jahre verbrachte Hubert Scholz auf der exotischen Insel. Die Häuser dort blieben seine einzigen realisierten Bauprojekte. Nach der Rückkehr in die DDR arbeitete Hubert Scholz beim BdA. 

Von der Lehmhütte bis zur Wohnsiedlung

Moderne Bauweise, Großwohnsiedlungen, mehrgeschossige Plattenbauten – das gab es bis in die 1960er Jahre auf Sansibar nicht, dafür vorrangig Lehmhütten. Auch Fachleute für modernen Wohnungsbau existierten nicht. Ergo waren die DDR-Architekten und Ingenieure angehalten, zu planen, zu bauen und gleichzeitig Fachkräfte heranzuziehen. Nicht immer passte die mitteleuropäische Arbeitsauffassung zum tropischen Temperament der Einheimischen. Aber letztlich funktionierte die Zusammenarbeit gut.

Heute leben rund 20.000 Bewohner in den durchaus beliebten Häusern.


Film

Redaktion: Uta Kolano
Bild: Wolfgang Gaube
Regie: Uta Kolano & Wolfgang Gaube

Eine Produktion von DOKWORKERS im Auftrag der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH

Fotos
Die Bilder entstammen dem Film.