Licht und Farben

Zu Besuch bei Christin

Licht und Farben

Hell, bunt und klar, so ist der erste Eindruck, wenn man Christins Wohnung am Ende der Singerstraße, an der Grenze zwischen Mitte und Friedrichshain, betritt. Den Flur der 53-Quadratmeter-Wohnung schmückt eine kräftig-blaue Wand, die Tür zur Kammer strahlt in sattem Gelb, auf dem Boden liegt ein roter Teppich. Die Farben leuchten umso kräftiger durch das Tageslicht. Davon gibt es eine Menge. Denn die Wohnung liegt hoch oben, im achten Stock. So strömt reichlich Helligkeit durch das Küchenfenster bis in den Eingangsbereich. Ein großer Spiegel an der Wand trägt zusätzlich dazu bei, dass der Flur größer wirkt als er tatsächlich ist.

Der Flur

Der geräumige Eindruck entsteht auch, weil der vordere Bereich der WBS-70-Wohung kaum möbliert ist. Christin hat ihn leergeräumt, da sie gerade renoviert. Sie hat die Tür zur Küche  entfernt und wird sie gemeinsam mit dem Flur neu gestalten. Nur Unverzichtbares wie Kühlschrank, Herd oder Waschmaschine stehen vereinzelt herum, dazu gesellen sich einige wenige Lebensmittel und Werkzeug für die Umgestaltung. Welche Farbe später einmal die Wände schmücken wird, will sie später entscheiden. "Da lass ich mich treiben, das entscheide ich spontan", beschreibt die 35-jährige Ernährungstherapeutin ihre Vorgehensweise.

Küche

Praktisch dabei ist, dass das innenliegende Badezimmer direkt an die Küche grenzt. Denn solange dort keine Spüle installiert ist, nutzt Christin die Wasseranschlüsse des Bades. Wenn die Renovierung der Küche einmal abgeschlossen ist, kann auch hier neu gestaltet werden. Im jetzigen Zustand soll das Bad zunächst einmal seine Funktionen erfüllen.

Bad

Ihre "Wohlfühlräume", wie Christin sie nennt, befinden sich im hinteren Bereich der Wohnung. Dort wird deutlich, dass ihre Spontaneität bei der Gestaltung nicht bedeutet, planlos ans Werk zu gehen. Hat sie einmal eine Idee, wird die konsequent und mit großem handwerklichem Geschick umgesetzt, wie man Schlaf- und Wohnzimmer bezeugen.

Auch in diesen beiden Räumen bestimmen Farben die Wirkung. Das spürt man ganz besonders  im Schlafzimmer. Die Wände ziert ein zartes Rosa, weiße Möbel und ein großes Wandbild mit Rosenmotiv tragen zu einer sanften Atmosphäre bei, die sofort beruhigend wirkt. Kein Wunder, denn Farbpsychologen schreiben Rosa eine besänftigte Wirkung zu, die Aggressionen abbauen soll.

"Das ist hier eher so eine Mischung aus Omazimmer und Mädchentraum", lacht sie über die Einrichtung, die auch vor Verschnörkeltem nicht zurückschreckt. In einer Zeit, in der  viele die Betonwände ihrer Plattenwohnung freilegen, liegt sie mit dem zarten Rosa total gegen den Trend. Auch darüber schmunzelt sie: "Immerhin will meine Nichte auch so ein Zimmer. Die ist sieben."

Schlafzimmer

Das Wohnzimmer offenbart ebenso einen ganz individuellen Geschmack. Das große, geschwungene Sofa mit der tiefen Sitzfläche und seinen vielen Kissen mutet orientalisch an. Viele Accessoires wie der meditierende Buddha, die Ying-und-Yang-Skulptur und die Kleinmöbel mit ihren exotischen Ornamenten transportieren fernöstliches Flair. Auch die Palmen bringen einen Hauch von Ferne in die Platte.

Tatsächlich ist Christin sehr viel auf der Welt unterwegs. 26 Länder hat sie bisher bereist, nicht nur in Europa, sondern auch ferne Ziele: Thailand, Kambodscha, Ägypten, Türkei, Marokko und Israel. In ihrem Wohnzimmer will sie die Atmosphäre ihrer Reisen in die wärmeren Gefilde aufgreifen, und das nicht nur durch die Deko. Auch im Wohnzimmer hat wieder die Farbe einen entscheidenden Anteil an der Raumwirkung. Gelbe Flächen auf weißem Hintergrund sorgen für eine sonnige Atmosphäre, die auch hier durch viel Licht unterstützt wird.

Dabei kommt Christin der Grundriss entgegen, der typisch für Wohnungen des Types WBS 70 ist: Sie nehmen die gesamte Tiefe des Baus ein und erhalten durch direkt gegenüberliegende Fenster aus zwei Richtungen Tageslicht. Ebenso wie in der Küche hat sie die Türen entfernt, sodass die Helligkeit ungehindert von beiden Seiten die Räume flutet.

Wohnzimmer

Das Wohnzimmer offenbart ebenso einen ganz individuellen Geschmack. Das große, geschwungene Sofa mit der tiefen Sitzfläche und seinen vielen Kissen mutet orientalisch an. Viele Accessoires wie der meditierende Buddha, die Ying-und-Yang-Skulptur und die Kleinmöbel mit ihren exotischen Ornamenten transportieren fernöstliches Flair. Auch die Palmen bringen einen Hauch von Ferne in die Platte.

Tatsächlich ist Christin sehr viel auf der Welt unterwegs. 26 Länder hat sie bisher bereist, nicht nur in Europa, sondern auch ferne Ziele: Thailand, Kambodscha, Ägypten, Türkei, Marokko und Israel. In ihrem Wohnzimmer will sie die Atmosphäre ihrer Reisen in die wärmeren Gefilde aufgreifen, und das nicht nur durch die Deko. Auch im Wohnzimmer hat wieder die Farbe einen entscheidenden Anteil an der Raumwirkung. Gelbe Flächen auf weißem Hintergrund sorgen für eine sonnige Atmosphäre, die auch hier durch viel Licht unterstützt wird.

Dabei kommt Christin der Grundriss entgegen, der typisch für Wohnungen des Types WBS 70 ist: Sie nehmen die gesamte Tiefe des Baus ein und erhalten durch direkt gegenüberliegende Fenster aus zwei Richtungen Tageslicht. Ebenso wie in der Küche hat sie die Türen entfernt, sodass die Helligkeit ungehindert von beiden Seiten die Räume flutet.

Kammer

Doch reicht der Platz in der Kammer aus für alle nötigen Dinge? Bei Christin schon, denn sie will nichts Überflüssiges horten. "Wenn ich zum Beispiel etwas ein halbes Jahr nicht getragen habe, miste ich es aus, bis auf die Winterklamotten natürlich", beschreibt sie ihre Philosophie. "Das kenne ich so von meinen Reisen, da kann ich auch keinen Ballast gebrauchen." Meist ist sie nur mit einem Rucksack unterwegs. „Das gibt mir ein Gefühl von Freiheit.“

Diese Stimmung will sie auch in ihren eigenen vier Wänden spüren. Dabei folgt sie ganz ihrem persönlichen Stil: bunt, hell und leicht. Licht, Farben und wenig Ballast – was Christin auf ihren Reisen schätzt, genießt sie auch in ihrer Wohnung.

 

Die Fotostrecke entstand im Dezember 2017

Redaktion: Roland Ernst, TEMA

© Fotos: Konstantin Gastmann