Symbiose aus Natur & Urbanität

Plattenbau-Bewohnerin Julia

Symbiose aus Natur & Urbanität

2 Zimmer, 64 m², Berlin-Friedrichshain > Typ P2

Luftig wirkt die Wohnung. Hier im zehnten Stock verbaut nichts die Aussicht und die Sonne kann ungehindert hinein scheinen. Viel Licht fällt durch die riesigen Fenster, die sich entlang der gesamten Nordwest-Seite aufreihen und einen phantastischen Blick auf Berlin ermöglichen. Der kann vom Fernsehturm und Park Inn-Hotel bis hinüber zum Volkspark Friedrichshain schweifen.

Dieser Ausblick prägt sowohl den Wohnbereich mit der offenen Küche als auch das Schlaf- und Arbeitszimmer entscheidend. Die helle und freundliche Gestaltung der Wohnung korrespondiert damit und trägt zu einer heiteren Stimmung bei.

Noch luftiger wird es, wenn man über die Loggia auf den Balkon tritt. Mit seinem durchsichtigen Brüstungsgeländer ist der nichts für Höhenangstgeplagte. Für Julia ist das kein Problem. Als Luftsportbegeisterte und Schiedsrichterin im Fallschirmspringen ist sie anderes gewöhnt.

Sie genießt nicht nur den Blick auf die Hauptstadt sondern auch auf den weitreichenden Volkspark Friedrichshain. Für sie die perfekte Symbiose, denn Julia liebt die Natur und das Urbane gleichermaßen.

Durch die offene Wohnlandschaft und das viele Licht erscheint die Wohnung größer, als sie mit ihren 64 Quadratmetern ist.

Die Übergänge zwischen den Zimmern sind fließend. In der gesamten Wohnung gibt es nur zwei Türen: zum Bad und zum Schlafzimmer. Die Küchendurchreiche wurde bereits vor Julias Einzug entfernt.

Bei der Einrichtung kombiniert sie geschickt antike und moderne Stücke.

Und überall warten liebevolle Details darauf, entdeckt zu werden. Dadurch wirkt die Wohnung schick und elegant und trotzdem sehr wohnlich. 

Flur

Reisen und Fliegen – zwei ihrer Leidenschaften präsentiert Julia Besuchern gleich beim Hereinkommen. Direkt gegenüber der Eingangstür hängt eine Weltkarte, auf der zu sehen ist, wo sie schon überall war. Und neben dem antiken Schrank finden sich Flugzeugteile. 

Wohnbereich und Küche

Das Zentrum der Wohnung ist auch das Zentrum von Julias Reich. Das Wohnzimmer mit der offenen Küche ist Durchgangszimmer zum daneben liegenden Schlafzimmer und öffnet sich nach hinten zum Flur. Vorne schirmt die Loggia den Raum gegen Kälte und Geräusche ab. Ins Auge fällt sofort ein großer runder Tisch, der bis auf vier Meter ausziehbar ist. Wunderbar für gesellige Abende unter Freunden, findet Julia. Auch das Zeitschriftenregal neben dem Fernseher und eine Wand voller Teller sind Hingucker. Und beim genaueren Betrachten auch hier wieder viele sorgsam ausgesuchte Details.

Schlafen und Arbeiten

Lichtdurchflutet präsentiert sich das Schlafzimmer. Den offenen Kleiderschrank, der sich über die gesamte linke Seite zieht, hat Julia selbst gebaut. Von ihrem Schreibtisch aus kann sie den Fernsehturm sehen. 

Loggia und Balkon

Obwohl sie erst vor gut einem Jahr eingezogen ist, kennt Julia fast alle Mieter in dem großen Haus. Der Zusammenhalt ist nicht nur Klischee, sagt sie. Allerdings hat der Zufall Julia auch in ein besonderes Haus verschlagen. Nämlich genau das, in dem sie als Kind aufgewachsen ist. Nach mehreren Umzügen ist sie wieder in der Heimat gelandet.

Bad

Auf den ersten Blick ein Bad wie viele andere. Den Unterschied machen auch hier die zahlreichen liebenswerten Details. Der Duschvorhang ist Blickfang und Mottogeber zugleich. Und auf ein Fenster wollte Julia auch nicht gänzlich verzichten.

Die Fotostrecke entstand im Mai 2016

Redaktion: Sebastian Ehrlich, TEMA

Fotos: Claudius Pflug