Traumwohnung Platte

Zu Besuch bei David & Renald

Traumwohnung Platte

3 Zimmer, 80 qm, Berlin-Friedrichshain> WHH-GT Sonderkonstruktion Stufenhaus Leninplatz

„Meine Verwandtschaft wohnte in der Platte – ich habe sie immer beneidet.“

Platz der Vereinten Nationen – was für eine Adresse! Ganz gezielt fanden David und Renald ihre Traumwohnung.

Der Besucher sieht sofort: Bei diesem Schnitt und bei der Aussicht, da kann man nur glücklich sein. Denn genau hier wollten sie her.

Seit Anfang 2012 leben die beiden am Puls der Stadt, einem architektonischen Highlight der DDR-Nachkriegsmoderne. 

Dabei fing alles so harmlos an. Renald wuchs im Berliner Stadtteil Britz auf, 60er-Jahre-Neubau, wie er sagt. David dagegen kommt aus dem brandenburgischen Rathenow. Eigenheim. Kater Max ist bereits vier Mal umgezogen – der gebürtige Tempelhofer kennt nichts anderes als die Platte.

Wie seid Ihr auf die Platte gekommen?

David: Als Kind habe ich im Eigenheim gelebt, es gab nur ein Geschoss. Meine Verwandtschaft wohnte in der Platte – ich habe sie immer beneidet.

Warum? Weil sie hoch wohnten, Weitblick hatten, ein kompaktes Wohnzimmer, in dem man gemütlich sitzen konnte. Ich mag die Platte auch, weil ich mich hier sicherer fühle, oben, mit vielen Nachbarn.

Es folgte die erste eigene Wohnung...

Als ich nach Berlin kam, war meine erste Amtshandlung, nach Marzahn zu ziehen – dort gibt es reichlich Plattenbauten. Meine erste Wohnung war in einem WBS-QP71-R. Aber das gefiel mir nicht so gut, weil die Wohnung in der 3. Etage zu weit unten war und keinen Balkon hatte. Also zog ich um in einem WBS70/11. Mit Aussicht vom Balkon und von ganz oben! Die nächste Wohnung war auch im WBS70/11 – zusammen mit Renald, vier Zimmer ebenfalls mit großem Balkon.

Küche

Es sieht aus, als hättest Ihr die Wand zur Küche heraus genommen…?

Ja, in vielen dieser Wohnungen wurde die Wand zwischen Küche und Wohnzimmer bereits vom Vermieter komplett entfernt. Das hatten wir uns eigentlich auch gewünscht, um eine Art Theke aufbauen zu können. Renalds Wunsch war es schon lange, eine kleine "Bar" innerhalb der Wohnung zu haben. Leider war die Küche hier ein abgeschlossener, dunkler Raum. Es gab lediglich zwei kleine Oberlichter. Da wir aber nicht länger auf eine Wohnung in diesem Haus warten wollten und auch nur eine Wohnung mit diesem Grundriss in Frage kam, haben wir uns entschieden, die Wand später selbst zu öffnen – zum Glück handelte es sich dabei nur um eine Holzwand. Nachdem der größte Umzugsstress vorbei war, setzten wir unser Vorhaben in die Tat um: Wir sägten ein großes "Fenster" heraus und fügten einen Rahmen drum herum, so dass der Fußboden nicht beschädigt wurde. Auch die Tür haben wir drin gelassen. Das war die beste und einfachste Lösung, auch die Verwaltung hatte kein Problem damit. Die Küche ist zwar offen, Wohnzimmer und Küche sind aber noch immer deutlich voneinander getrennt und die entstandene Theke dazwischen ist nun ein beliebter Aufenthaltsort, wenn die Familie oder Freunde zu Besuch sind.

Was gefällt Euch an Eurer Wohnung am besten?

Im Grunde genommen das, was die Platte so gut macht: Super Schnitte, leicht zu möblieren, nicht verwinkelt. Und speziell an dieser Wohnung gefällt uns natürlich die fantastische Aussicht, den Fernsehturm immer im Blick. Wir haben einen Balkon Richtung Alexanderplatz und eine große Abstellkammer in der Wohnung. Die Lage ist perfekt, den Volkspark Friedrichshain und die Innenstadt haben wir direkt vor der Haustür. In unserem Haus gibt es zudem einen Concierge-Service. Sehr praktisch, denn der nimmt immer meine vielen Pakete an und bewacht unser schönes Haus.

Da spricht der Plattenbau-Fan!?

David: Ja, ich liebe die Platte! Ich habe Renald wohl angesteckt. Wir wollten unbedingt im Hochhaus leben – und zwar in genau diesem. Ich mag es, weil es ein Sonderbau ist, einzigartig, und mitten in der Stadt. Diesen Typ Plattenbau gibt es nirgendwo sonst. Nur am Platz der Vereinten Nationen in Berlin.

Meine absolute Lieblingsplatte ist der WBS70 Potsdam aus den 1980er Jahren - ein sogenanntes Würfelhaus. Es ist kompakt und hat 6 Stockwerke. In einer Kleinstadt wie Rathenow ist das schon hoch gewesen, das gefiel mir immer besonders gut. Ich habe zahllose Bilder von diesem Bautyp, gar ein Modell. In Berlin findet man diesen Bautyp nur sehr selten.

Redaktion: Martin Püschel
Fotos: Angela Kovács-Nawrath