Fitte Snacks in fittem Ambiente

Plattenbau-Besuch in der FITBAR

Fitte Snacks in fittem Ambiente

Trendiger Imbiss in klassischer DDR-Architektur

Die geballte Ladung Großstadt vor dem Schaufenster: rasender Verkehr auf der Straße, auf den Bürgersteigen Einheimische und Touristen, der Bahnhof Alexanderplatz direkt gegenüber und daneben der alles überragende Fernsehturm.

Ein Schritt in die Fitbar jedoch und der ganze Trubel scheint ganz weit weg. Statt Berlin-Mitte-Hektik herrscht hier übersichtliche Klarheit. Durch das imposante Schaufenster – es nimmt mit 5,90 Meter Breite und 4,35 Metern Höhe die gesamte Front ein – erfüllt Tageslicht jeden Winkel des Raumes. Er wirkt mit seiner reduzierten Einrichtung angenehm aufgeräumt, die Atmosphäre ist entspannt und freundlich.
 

FITBAR
Karl-Liebknecht-Str. 15
10178 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag 10.00 – 18.00 Uhr

Telefon: 030/24359945
E-Mail:info@fitbar-berlin.de

https://www.fitbar-berlin.de/

Dass sie selbst zur eigenen Zielgruppe gehören und regelmäßig Sport treiben, sieht man dem Paar auf den ersten Blick an. Und auch beruflich sind sie für das Business gut vorbereitet: Franz hat einen kaufmännischen Hintergrund, Katharina kommt selbst aus der Fitnessbranche und war schon mit 19 Jahren Leiterin eines Sportstudios. Beide kennen nur zu gut die Suche nach einem gesunden Snack, der auch den Gaumen erfreut.

Nachdem die Geschäftsidee geboren wurde, starteten sie die Suche nach einer geeigneten Immobilie. In dem Plattenbau an der Karl-Liebknecht-Straße wurden sie fündig. Fünf Sportstudios befinden sich in direkter Laufnähe, eines davon sogar im selben Gebäude. Weiterer Pluspunkt für das Ladenlokal: Die beiden Jungunternehmer konnten die Einrichtung des Ladens frei planen – sie zogen als erste Mieter nach der Sanierung ein, in einen "veredelten Rohbau", wie man in Immobilienkreisen sagt.

Sitzgelegenheiten gibt es hier nur wenige, die meisten Kunden kaufen die Snacks und Getränke "to go". Viele lassen auch liefern, denn die Klientel besteht nicht nur aus Fitnessanhängern. Auch die Leute, die im Viertel rund um die Münzstraße arbeiten, ordern mittlerweile gerne ihren Mittagssnack in der Fitbar. Die Quote der Stammkunden, schätzt Katharina, liegt ein halbes Jahr nach der Eröffnung bei 60 bis 70 Prozent. Das ist für die Lage keine Selbstverständlichkeit. Denn hier mangelt es nicht an Imbissen, ob traditionell oder mit ausgefallenem Angebot.

Wie sie das geschafft haben? Sicherlich auch durch ein konsequentes Bespielen der sozialen Medien. Hier treten sie mit ihren Kunden in den Dialog, präsentieren neue Gerichte, veranstalten Gewinnspiele und lassen sich Tipps geben, um die Karte zu verbessern: "Soziale Netzwerke funktionieren besser als jede Außenwerbung."

Doch so nah Katharina und Franz auch ihren Kunden über Facebook und Instagram sind: "Der reale Kontakt ist immer noch am besten. Es ist gut für das Geschäft, wenn dein Gesicht bekannt ist, und dass die Leute wissen, wer du bist", erklärt Katharina. Darum ist ihr auch ein realer Raum so wichtig: "Es ist der Ort, an dem wir mit den Menschen in Kontakt kommen. Dafür brauchen wir eine helle, freundliche Atmosphäre." Stolz weist sie darauf hin, dass das gesamte Interieur auf ihren eigenen Ideen fußt und resümiert: "Egal, wie lang oder kurz sich die Menschen hier aufhalten, sie sollen sich wohlfühlen. Der Raum verliert unserem Geschäft ein Gesicht."